
Mit ihren herzförmigen Blättern und dem betörenden Duft ihrer Blüten galt die Linde schon
früh als Zeichen der Liebe. Unzählige Mythen und Sagen ranken sich um den Baum und machten ihn
zum Inhalt zahlreicher Liebeslieder und Gedichte. Die Linde oder ein Blatt von ihr waren ein Zeichen
für Frieden, Treue und Gerechtigkeit sowie das Symbol des freien Standes der Grundbesitzer und
Viehzüchter. Der Lindenbaum begleitet uns Menschen in unserem kulturell-mystischen Leben
sowohl als Dorflinde, Tanzlinde oder auch als zentraler Baum auf Hof- und Kirchplätzen. Er gilt
als Freund der Menschen, symbolisch auch als Glücksbringer.

Die Linde, der Göttin Freya geweihte Baum,
als Sitz der guten Geister
Die Winterlinde (Tilia cordata) ist in Europa von Nordspanien bis Russland verbreitet. Winterlinden gedeihen bei Jahresdurchschnittstemperaturen von minimal etwa fünf bis maximal etwa 12-14 °C und jährlichen Niederschlagssummen von 500-1.500 mm. Die Winterlinde hat geringere Wärmeansprüche als die Sommerlinde und ist dabei gleichzeitig weniger empfindlich gegen Dürre. Sie ist wesentlich frosthärter, kann Fröste bis -34°Celsius aushalten. Beide Arten sind aber spätfrostgefährdet, insbesondere die Sommerlinde durch ihr früheres Austreiben.

Ich empfehle die Winterlinde, denn bei ihr handelt es sich um die etwas zierlichere Variante der Linde. Für nicht ganz so große Gärten. Die Winterlinde ist ein Laubbaum mit hochgewölbter Krone, der im Frühjahr und Sommer grüne Blätter trägt. Das herzförmige Blatt der Winterlinde bestimmt ihr Aussehen und hat sie in der Mythologie zu einem Baum der Verliebten gemacht. Im Herbst trägt sie ein goldgelbes Blätterkleid. Sie kann bis zu 40 Metern hoch und 1000 Jahre alt werden. Die Rinde der Winterlinde ist in den ersten Jahren grau und glatt. Je älter der Baum wird, desto furchiger wird sie und nimmt eine braun-graue Farbe an. Mit bis zu 6 Meter Durchmesser, verfügt der Baum über einen sehr dicken Stamm, der häufig von den markanten Stammknollen besetzt ist. Der enorme Umfang des Stammes gehört zu den Besonderheiten der Winterlinde, kein anderer Baum des Jahres hat bisher einen solchen Durchmesser zu bieten.
Welches Wurzelsystem hat die Winterlinde?
Winter- und Sommerlinden wurzeln sehr tief, Silberlinden dagegen Flachwurzler. Ein stark verzweigtes Wurzelsystem haben jedoch alle. Wasseraufnahme und- bedarf: Linden nehmen durch ihre tiefen Wurzeln mit zunehmendem Alter auch weniger Wasser von der Oberfläche auf, sondern nähren sich aus dem Untergrund.
Wo wachsen Winterlinden am besten?
Die Winterlinde bevorzugt mittel- bis tiefgründige, frische bis mäßig trockene,
basenreiche Lehm-, Löss- und Tonböden. Sie kann aber auch auf schweren, schwach sauren Böden mit mäßiger Nährstoffversorgung vorkommen. Da die Winterlinde mit Nährstoffen und Wasser sparsamer umgeht, ist sie weit verbreitet. Sie hat die besten Entwicklungsmöglichkeiten dort, wo der Boden etwas saurer ist.
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